
Novalja:
Wenn man mal ein bisschen Aktion und Nachtleben braucht oder einfach mal „Tourimäßig Shoppen“ möchte.
Pag:
Romantisches Städtchen mit kleinen Gassen. Leider etwas Überlaufen und viele Touriläden.
Kann, muss man aber nicht.
Fazit:
Schönes Urlaubsziel ob zu Zweit oder als Gruppenreise. Auch Familientauglich wenn man mit Schnorcheln und Sonnen zufrieden ist. Und super schöne Fotos haben wir Euch auch mitgebracht
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© 2009 Elke Scherwitzl
Nachttauchgang am Hausriff:
Jagende Sepias und Oktopusse, mit Glück ein Seepferdchen, Krebse in allen Größen und jede menge Drachenköpfe. Tagsüber eher unspektakulär. Für Anfänger etwas schwieriger (Tarrierung) da nur max. 5m Tief.
An den Steilwänden lohnt es sich immer mit der Lampe in sämtliche Spalten zu Leuchten. Oft findet man Hummer und Krebse, Drachenköpfe oder Congers. Ab ca. 36m meist Gorgonienbewuchs. Auch kann man viele Katzenhaieier finden und mit etwas Glück auch den Hai selbst. Beim Austauchen auf Oktopusse achten. Häufig in Felsnischen versteckt.Sollte ein Tagesausflug auf einem Fischerboot von Novalja Stadt aus angeboten werden, unbedingt mit nehmen. Es gibt „noch“ kaum betauchte Höhlen und Steilwände zu sehen.
Abends Ausgehen:
Stara Novalja ist sehr ruhig d.h. wer auf Party’s steht ist hier falsch. Ca. 80m von der Tauchbasis entfernt gibt es ein schnuckeliges Lokal (Familienbetrieb mit eigener Fisch- und Muschelzucht) in der man gut Essen kann. Sv. Marjia (Sveta Maria) ist mit immer frischem Fisch eine der Top Adressen zum Speisen.
Von der Basis aus ca. 2,5 km Richtung Sandstrand oder ca. ½ Std. Fußmarsch an der Strandpromenade entlang.Im Hafen selbst ist auch noch ein ganz neues Restaurant. Dort sind die Preise aber etwas überzogen und schmecken tut es auch nicht so gut.
Der Inseleigene Schafskäse und Wein sind etwas gewöhnungsbedürftig aber einmal gekostet haben sollte man schon.
Ausflugsziele:
Lun:
Schöner kleiner Hafen an der Nordspitze der Insel.
Die ältesten Olivenbäume (noch von den alten Römern gepflanzt) sollte man kurz vor Lun (kleines Hinweisschild) nicht verpassen. In Lun selbst kann man, von der Hafenmole linker Hand aus, mit Blick auf Sonnenuntergang köstlich Speisen.
Die Ausfahrten selbst dauern meist nur 5-10 min. Die einzig längere Ausfahrt (ca. 30 min.) ist nach Dolin, vor der Insel Rab, zu zwei sehr sehenswerten Wracks. Da die Anfahrt so lange ist wurden uns € 7.- extra berechnet. Jeder Tauchplatz für sich ist Sehenswert. Auf keinen Fall verpassen sollte man:
Die Wracks von Dolin:
Die beiden Wracks liegen in ca. 36m Tiefe auf Sandgrund (Ab- und Auftauchen am Bojenseil) und sind so relativ leicht zu betauchen. Das 2. Wrack, ein Fischerboot, ist erst vor 2 Jahren gesunken und liegt nur 20m vom 1. Wrack entfernt.
Roter Felsen:
Erst eine schöne Steilwand dann im 5m Bereich beim Austauchen eine kleine Höhle. Am Eingang der Höhle steht mit etwas Phantasie auf den „Roten Felsen“ eine schwarze 12 und ist bei guter Sicht durch das Wasser an der Oberfläche zu Sehen. Die Höhle ist aber auch so ganz gut zu finden da sie sehr groß ist. In ihr lohnt es sich aufzutauchen und einen Blick in die Tropfsteinhöhle zu Riskieren.
Wrack Rusa:
Vor ca. 30 Jahren über das Heck plötzlich von einer Welle überrascht sank die Rusa (Ruscha ausgesprochen) in Küstennähe. Sie liegt heute auf 45-50m Tiefe auf Sandgrund und ist mit guter Beschreibung der Basis leicht zu finden. Allerdings ist dies nur was für geübte Taucher da der Tauchgang bestimmt ein Deco-TG wird und weil die Basis das Wrack nur von geübten Tauchern betauchen lässt da es in Kroatien offiziell ein 40m Tiefenlimit gibt. Deco-Zeiten lassen sich aber gut an der Steilwand, mit etwas Glück, mit einem Oktopus aussitzen.
Die Grotte:
Orientierung ist eine Felsspalte und links daneben findet sich auf ca. 16m Tiefe der Eingang der Grotte. Diese ist leicht aufsteigend bis auf ca. 6m. Man kann aber leider nicht Auftauchen und immer nur max. zu zweit in den engen Gang. Das Hinausschweben in das dunkle Blau (Lampe aus!) sollte man nicht verpassen. Anschließend kann man noch die schöne Steilwand rechts weg mitnehmen.
Double:
Schöner TG über mehrere Terrassen ins „Blaue“ hinein.
Volle Flaschen stehen immer neben den Regalen mit den Kisten. Blei und Gurt findet man am Bootsanleger. Vor der Ausfahrt macht man sein Equipment fertig und muss dieses dann leider über ein paar Stufen zum Bootsanleger tragen. Dort befindet sich auch der Kompressor. Also kein Flaschenschleppen mehr beim zurück kommen.
Nitrox ist möglich war zu unserer Zeit aber defekt.
Sind die Appartements bezugsfertig zeigt ein Mitarbeiter der Basis die Zimmer, alle mit Balkon und Sitzgelegenheit, manche mit Blick auf´s Meer. Er Überreicht die Schlüssel und stellt dann die Vermieter vor. „Kuno“ und seine Frau sprechen sehr gut deutsch, da sie etwas länger in der Nähe von Ulm gelebt haben. Kuno hat seine Ausbildung zum Automechaniker dort gemacht (Ihm gehört auch die Autowerkstatt neben der Tauchbasis) aber das alles werden die beiden gerne bei einem Bier und selbstgebrannten Feigenschnaps (auf keinen Fall entgehen lassen) schon selbst erzählen.
Auf Wunsch ist auch Frühstück möglich. Empfehlenswert da man doch früh aus den Betten kriecht und so reichhaltig gar nicht Einkaufen kann. Bettwäsche ist bezogen. Kochtöpfe, Geschirr in ausreichender Form vorhanden. Kaffeemaschine und Herd funktionstüchtig nur Handtücher muss man selber mitbringen. Und natürlich die benötigten Lebensmittel. Auch ein Hauseigener Strand (Bootsanleger) mit Liegen und Schirmen ist vorhanden.
Einkaufen:
Vom Apartment ca. 200m Richtung Sandstrand befindet sich ein kleiner „Tante Emma Laden“. Für Wasser und ein paar Kekse oder Eis reicht es alle mal. Öffnungszeiten sind Montags-Freitags von 09-12 Uhr und von 17-21 Uhr. Samstag von 9-12 Uhr. Sonn- und Feiertag geschlossen.In Novalja Stadt gibt es einen großen Supermarkt. Die haben dann echt alles. Von A wie Äpfel bis Z wie Zodiak. Öffnungszeiten sind die Selben.
Tauchen:
Getaucht wird an der Küstenase entlang bis nach Lun (Nordspitze). Je nach Andrang starten die Ausfahrten morgens um 9 Uhr d.h. eine halbe Std. früher an der Basis sein da das Boot (Zodiak) pünktlich abfahren möchte. Der 2. TG findet dann meist gegen 14-15 Uhr statt. Wenn man natürlich so ein Glück hat wie wir und auf Grund mangelnder Gäste „VIP-Tauchen“ kann (wann wollt ihr Tauchen? wo wollt ihr Tauchen?), kann man sich die Ausfahrten aussuchen.
Da es meinen Freund und mich meist in die weite Ferne zieht, wollten wir dieses mal ein etwas näheres Reiseziel ansteuern. Aber wohin fährt man im Juni ohne Fliegen zu müssen?
Da ist Kroatien für einen Tauchurlaub gerade zu Ideal. Nicht so weit weg, südliches Ambiente, schönes Tauchen und (noch) relativ günstig. Und warum gerade Pag? Auf Krk waren wir erst vor zwei Jahren und Istrien ist zwar ein taucherisches Paradies (jede Menge Wracks) aber leider total überteuert.
Und so fiel unsere Entscheidung für die Insel Pag.
Von München kommend Richtung Salzburg auf die Tauernautobahn (A10). Dieser Richtung Villach folgen. Durch den Tauerntunnel (€ 9,50.- Maut) und am Villacher-Kreuz Richtung SLO/ Ljubljana durch den Karavankentunnel (€ 6,50.- Maut) nach SLO. Der Autobahn Richtung Ljubljana folgen. Achtung: Seit 01.2009 Vignettenpflicht für SLO Autobahnen. Leider zur Zeit nur 10 Tagesvignetten für € 15.- erhältlich.
Ab Ljubljana Richtung I/HR bis zur Autobahnausfahrt: Postojna. Weiter über Landstrasse Richtung HR/Rijeka. Ab Landesgrenze HR wieder Autobahn (Kn 5 Maut). Autobahn durch Rijeka (man kann endlich das Meer sehen) Richtung Split folgen. Die Autobahn kurz hinter Rijeka Richtung „Otok Krk“ verlassen und 3-4 Std. die Küstenstrasse (E 65) entlang, an Krk und Rab vorbei, durch viele kleine Orte hindurch, bis zur Abfahrt: Otok Pag.
Die Autofähre fährt alle 15 min. Fahrkarten (1 PKW und 2 Personen KN 126.-) vorher am ausgewiesenen Schalter kaufen. Die Überfahrt dauert nur knapp ¼ Std. Man denkt man fährt auf den Mond.
Auf Pag angekommen der Strasse bis Novalja folgen. An der Ampelkreuzung rechts Richtung Stara Novalja (Stara = Hafen) und die nächste wieder rechts Abbiegen. Am Sandstrand vorbei einmal fast durch den ganzen Ort, an 3-4 Tauchbasen (z.B. Lagooner Divers, Convex Divers) vorbei fahren bis ein weißes Schild mit grüner Schrift die „Blue Bay Divers“ ankündigt. Schräg gegenüber ist eine Autowerkstatt. Wir haben unser ihr Ziel endlich erreicht!
Blue Bay Divers und Unterkunft:
An der Tauchbasis anmelden. Zoltan spricht sehr gut deutsch, Gabor und Mario englisch. Alle können Kroatisch oder Ungarisch. Nach dem erledigen der Formalitäten bekommt man eine kurze Einweisung in die Tauchbasis/Ablauf. Jeder Taucher bekommt eine Kiste die er mit Namen versehen kann. Man kann sein Equipment sicher verstauen, da nachts alles verriegelt wird. Es kommt also nix weg.

